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Das Volltilger-Darlehen im Einsatz
Was ist ein Volltilgerdarlehen?
Ein Volltilgerdarlehen ist ein Darlehen, bei dem am Ende der vereinbarten Laufzeit keine Restschuld übrig bleibt. Eine Anschlussfinanzierung ist bei einem Volltilgerdarlehen daher nicht nötig. Dies ist der größte Unterschied zum Annuitätendarlehen. Sie schließen das Volltilgerdarlehen in der Regel mit einer längeren Zinsbindung ab, meist zwischen 15 und 35 Jahre. In dieser Zeit zahlen Sie monatlich eine feste Rate, die immer gleich hoch ist.
Das gibt Ihnen über die gesamte Laufzeit Ihres Kredits eine Planungssicherheit, da Sie jeden Monat mit derselben Höhe an Ausgaben rechnen können, um Ihre Baufinanzierung zu tilgen. Während der langen Laufzeit besteht die Möglichkeit, nach § 489 BGB von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen und das Volltilgerdarlehen ohne Vorfälligkeitsentschädigungen nach zehn Jahren zu kündigen. Können Sie die Restschuld dann nicht vollstänig tilgen, nehmen Sie eine Umschuldung vor.
Das gibt Ihnen über die gesamte Laufzeit Ihres Kredits eine Planungssicherheit, da Sie jeden Monat mit derselben Höhe an Ausgaben rechnen können, um Ihre Baufinanzierung zu tilgen. Während der langen Laufzeit besteht die Möglichkeit, nach § 489 BGB von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen und das Volltilgerdarlehen ohne Vorfälligkeitsentschädigungen nach zehn Jahren zu kündigen. Können Sie die Restschuld dann nicht vollstänig tilgen, nehmen Sie eine Umschuldung vor.
Die Vorteile im Detail
Neben der Sicherheit bei der Planung honorieren Banken ein Volltilgerdarlehen mit niedrigeren Zinsen. Profitieren Sie von diesen und weiteren Vorteilen.
- Hohe Planungssicherheit: Beim Abschluss eines Volltilgerdarlehens legen Sie mit der Bank von Anfang an die monatlichen Raten fest. Sie ergeben sich aus der vereinbarten Laufzeit, sowie der Zinsbindung. Damit können Sie Monat für Monat mit denselben Ausgaben rechnen, um Ihren Kredit zu tilgen.
- Zinsrabatte bei der Bank: Mit einem Volltilgerdarlehen legen Sie sich auf einen bestimmten Zeitraum fest, in dem Sie Ihre volle Kreditsumme an die Bank zurückzahlen. Die schnelle Rückzahlung aufgrund verhältnismäßig hoher Tilgungen belohnt die Bank mit Zinsrabatten von bis zu 0,3 Prozent auf den Bauzins.
- Keine Anschlussfinanzierung: Die Volltilgung wird so berechnet, dass nach Ablauf der Laufzeit keine Restschuld bleibt. Das hat den Vorteil, dass Sie sich anschließend auch nicht um eine Anschlussfinanzierung kümmern und die Banken nicht mit einer Umschuldung rechnen müssen.
- Zinsbindung über den gesamten Zeitraum: Schließen Sie in Niedrigzinszeiten ein Volltilgerdarlehen ab, profitieren Sie während der gesamten Periode von niedrigen Zinssätzen. Das ist vor allem dann lohnenswert, wenn die Zinsen voraussichtlich wieder steigen werden.
Die Nachteile im Detail
Der Kreditnehmer hat die volle Kontrolle und den Komplettüberblick über seine Baufinanzierung. Zusätzlich ist er vor Zinserhöhungen sicher. Jedoch gibt es auch einige Nachteile, die Sie bedenken sollten.
Ob Sie ein Volltilgerdarlehen einem Annuitätendarlehen vorziehen sollten, hängt von Ihrer finanziellen Situation ab. Können Sie sich die monatlichen erhöhten Raten eines Volltilgerdarlehens leisten, sind Sie früher schuldenfrei. Möchten Sie sich Ihre Flexibilität bewahren und auch für unvorhergesehene Lebensumstände gewappnet sein, kommt für Sie eher ein Annuitätendarlehen in Frage. Dabei profitieren Sie beim Volltilgerdarlehen von einem erheblichen Spareffekt.
- Mangelnde Flexibilität: Können Sie die Raten nicht mehr leisten, weil Sie beispielsweise arbeitslos geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an Ihre Bank, um eine Lösung zu finden. Sondertilgungen oder Tilgungspausen sind nur in seltenen Einzelfällen möglich. Eine Tlgungspause könnte Ihnen gegebenenfalls helfen, um eine kurze insolvente Phase zu überbrücken. In jeden Fall gilt: Können Sie Ihre Zahlungen an die Bank nicht mehr leisten, setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank in Verbindung.
- Anbieterwechsel ist ausgeschlossen: Haben Sie ein Volltilgerdarlehen abgeschlossen, bleiben Sie in der Regel über den gesamten Zeitraum der Zinsbindung bei ein und derselben Bank. Der Zinssatz ist dabei festgeschrieben. So können auch potentielle Senkungen der Zinssätze nicht durch eine schnelle Umschuldung ausgenutzt werden. Einzige Ausnahme: Sonderkündigungsrecht nach zehn Jahren nach § 489 BGB. Nach zehn Jahren dürfen Sie Ihren Kredit jederzeit kündigen.
- Entschädigungszahlungen bei Ratenausfall: Wer die Zahlungen nicht wie vereinbart leisten kann, muss im schlimmsten Fall hohe Entschädigungen aufbringen. Die Bank verlangt in solchen Fällen neben der fehlende Rate Verzugszinsen und Mahnspesen. Kontaktieren Sie auch hier im Vorwege die Bank. Ein Zahlungsverzug kündigt sich in der Regel bereits vor dem Zahlungsdatum an. Müssen Sie nur ein bis Monate überbrücken, leihen Sie sich das Geld aus dem Freundes- und Verwandtenkreis oder vereinbaren Sie mit der Bank eine Tilgungspause. Letzteres ist abhängig von der Kulanz der Bank.
- Hohe finanzielle Belastungen: Die zugunsten der schnelleren Tilgung höheren Tilgungssätze belasten das Haushaltsbudget während kurzer Laufzeiten mehr als bei langfristigen Krediten. Das bedeutet: Ein Volltilgerdarlehen ist mit einer höheren Tilgung verbunden. Sie sind damit über den gesamten Zeitraum des Volltilgerdarlehens einer höheren finanziellen Belastung ausgesetzt.
Ob Sie ein Volltilgerdarlehen einem Annuitätendarlehen vorziehen sollten, hängt von Ihrer finanziellen Situation ab. Können Sie sich die monatlichen erhöhten Raten eines Volltilgerdarlehens leisten, sind Sie früher schuldenfrei. Möchten Sie sich Ihre Flexibilität bewahren und auch für unvorhergesehene Lebensumstände gewappnet sein, kommt für Sie eher ein Annuitätendarlehen in Frage. Dabei profitieren Sie beim Volltilgerdarlehen von einem erheblichen Spareffekt.
